Die Seele durch Bilder sprechen lassen: Maltherapie für traumatisierte Kinder

Die Vertreibung der Suryoye (Chaldäer-Assyrer-Aramäer) aus Mosul und der Niniveh-Ebene vom 6. August 2014 hatte negative Auswirkungen auf die spirituelle und psychologische Situation der Menschen im Allgemeinen, vor allem aber für Kinder. Kinder wurden aus dem Alltag herausgerissen und mussten Fürchterliches erleiden. Sie wurden ihrer Kindheit beraubt, denn Vertrautes wie Schule, Hobbys und Freunde rückten in die Ferne. Von heute auf morgen änderte sich ihr Leben, ohne dass sie die Abläufe und Umstände ihrer Umgebung verstanden. Der erlebte Albtraum ließ sie nicht erahnen, was sie erwarteten würde.
In ihren Köpfen verweilen die Erinnerungen an ihr Zuhause, ihre Schule, ihre Kirche und ihrem Spielplatz. Der Traum der Kinder ist es, die schönen Erinnerungen an die Vergangenheit wieder real werden zu lassen. Trotz der vielen Verluste haben sie die Hoffnung auf eine Rückkehr nicht aufgegeben.
Das Ziel der BNOW war es, Kinder von Binnenflüchtlingen aufzufangen, und durch eine Zusammenarbeit ihre Emotionen zu verarbeiten.
Diese Flüchtlingskinder wurden aus den Flüchtlingslagern in einer Einrichtung betreut und anhand einer Maltherapie konnten alle erlebten Vorfälle verarbeitet werden. Insgesamt wurden 90 Kinder (alle drei Monate 30 Kinder) dabei unterstützt, ihr Trauma zu verarbeiten. Am Ende jedes Semesters wurde eine Ausstellung durchgeführt, bei der die Bilder von ihren Eltern besichtigt werden konnten.
Die Zeichnungen dienten den Kindern als Methode, ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen, indem sie ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf das Papier brachten.
Dieses Projekt konnte mit Unterstützung von Shai von März 2016 – Juni 2017 durchgeführt werden und seit Juli 2017 wird dieses Projekt von der St. Ismael Stiftung gefördert.





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